Tourblog

Eine weitere WordPress-Website

Lapplandquest

Vom 19. Februar 2018 bis zum 14. April 2018 haben wir die Langstrecken Tour Lappland Quest in Schweden durchgeführt, die in das Vitabandet (www. vitagronabandet.se) eingebettet war.

Unsere Sponsoren

  • Geobuchhandlung Kiel: Bereitstellen des Kartenmaterials und Reisehandbuchs für diese Tour www.geobuchhandlung.de

  • Icepaw Burg: Für die teilweise Unterstützung mit Hundetrockenfutter www.icepaw.de

Ganz herzlichen Dank dafür

Letzte Tests in Grövelsjön – last tests in Grövelsjön 17./18.2.2018

Die neuen Ski haben sich in kurzen Tests sowohl solo als auch in Kombination hinter der Pulka gut bewährt. Gewöhnen müssen wir uns allerdings noch an die Kurzfälle, die auf gerader, ebener Fahrt immer etwas bremsen.

The new skis are fine either solo or in combination with pulka and dogs. We need to get used that they are always breaking a bit because of th fur that stay permanently attached to the ski.

Wir haben reichlich Schnee und das Wetter ist super. Weiter so.

We have lots of snow and fine weather.

Wir sind bereit. We are ready to go.

Vita Bandet Fahrer (white ribon people) Gustav – Klaus – Doris und Emma. Wir hoffen euch wieder zu treffen.We hope to meet you again.

Packen und los gehts – organizing the pulkas and starting

Heute haben wir unsere Pulkas gepackt und waren froh, dass alles so leicht darin Platz fand (fehlt noch was?) und uns für den Start fertig gemacht. Jetzt muss nur nach das Auto weggebracht und bei Freunden untergestellt werden…

Today we packed all our stuff into the pulka being happy that this was so easy (is anything missing?) and got ready to start. Now we only need to park our car at a friends place.

Letzte Nacht in Grövelsjön. Last night in Grövelsjön

1.Tag Start von Grövelsjön – Starting from Grövelsjön

Um 13:30 sind wir von Grövelsjön gestartet um das kurze Stück bis nach Hävlingen über das Fjäll zu fahren, wo wir unsere erste Übernachtung in der Hütte schlafen können.

Today we started at 1:30 from Grövelsjön to just go over the Fjäll to Hävlingen to spend our first night in a small cottage.

2. Tag Traumhaftes Fahren durch den Rogen

Bei wunderschönem Sonnenwetter geht es über super gespurte Trail erst zur Rogenhütte, wo wir eine Rast an der Rogenhütte machen. Weil dss Wetter so schön und der Trail so gut ist fahren wir weiter nach Fjällvattnet finden dort aber leider keine Hütte zum Übernachten und finden nach weiteren 5 km einen Windschutz vor dem wir unser Zelt aufschlagen.

With fine weather and good trail conditions we mushed to the Rogenstuga and had a nice stop for an hour. We decided to mush a bit longer but did not find a cottage to stay overnight. We found a little shelter 5 km further and put up our tent for the night.

3. Tag – Im Schneegrieseln – Snowfall

Den ganzen Tag fahren wir im Schneegrieseln nach Ljusnedal aber auch dort gibt es keine Unterkunft für uns. Also laufen wir weiter in Richtung Ljungdalen und Zelten oben im Fjäll direkt neben der Skooterspur weil gleich daneben der Schnee zu tief ist.

We are mushing the whole day with snowfall. We did not find a cottage so we need to put up the tent in the fjäll directly next (on) to the trail because the snow was to deep to put it up.

4. Tag – über das Flatruet /Over the Flatruet

Heiteres aber relativ warmes Wetter begleitet uns über das Flatruet nach Skärvagsvallen.

With fine but warm weather we mushed over the Flatruet to Skärvagsvallen.

5. Tag Helags

Heute ist ein Tag der Entscheidung. Laufen wir über Helags und Sylarna auf die Gefahr hin in ungespurtem Terrain zu landen oder nehmen wir den Weg durch das mehr geschützte Tal weiter östlich. Wir vertagen die Entscheidung auf die Schneeverhältnisse, die wir auf unserem Weg vorfinden….. So landen wir schließlich in der Helags Fjällstation und hoffen auf weiterhin gutes Fortkommen.

Today we needed to decide whether we take the route over Helags and Sylarna and maybe find difficult snowconditions or go more east through the valley. We decided to see how the conditions actually are on the first kilometer……So we ended up at Helags Fjällstation hoping for good trails.

6. Tag Das Sylarna Massiv überwunden – Crossing Sylarna

Heute haben wir eine Hürde genommen, die zu überwinden uns im Vorfeld sehr beschäftigt hat. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein von Helags über das mächtige Sylarna Massiv gelaufen. Da dort keine Skooter erlaubt sind hatten wir Angst im ungespurten Schneemassen zu versinken. Nichts dergleichen hat uns erwartet. Der Wind hat viel Schnee weggeblasen und das Wetter meinte es gut mit uns. Ein toller Tag.

We crossed Sylarna in snow conditions better than we expected. Since there are no snowmobiles allowed the trails could be prepared and hard to find. The weather was partly sunny and without any wind. It was a fantastic day.

Leider musste uns heute unser Begleiter und Freund Harald mit seinen 6 Huskies verlassen. Wir hatten eine tolle Woche mit ihm und die Huskypower war eine perfekte Motivation für unsere Teams. Wir vermissen dich schon jetzt lieber Harald.

What a pity that our friend Harald had to leave today. His six huskies were a perfect motivation for our teams. We miss you already Harald.

7. Tag – Unerwartet schweres Vorankommen

Nach den Tagen einfacher Unterkünfte hat uns Storulvån mit Luxus pur überrascht.

The last overnight stays were simple but here at Storulvån we found luxery.

Bei super tollem Sonnenschein und 13 Grad minus machen wir uns auf den Weg nach Enaforsholm, wo wir unser erstes Depot haben. Es sollten nur 14 km sein und uns auf der verschneiten Straße schnell ans Ziel bringen. Leider haben Wind und Räumfahrzeuge den Schnee bis auf den Asphalt abgetragen. Den Rest könnt ihr euch denken. So wurde es zum Fussmarsch mit Hindernissen und es wurden dann auch 19 km.

Weather condition were fine, sunshine and -13 degree. We expected an easy drive to Enafors, our first depot and only 14 km distance, but because of the strong wind and almost no snow on the road, we had to walk most of the time and carry the pulka for 19 km.

Weiter im Tal kam dann aber doch noch endlich ein Skooterweg – wenn auch schlecht gespurt – aber immerhin.

In the valley conditions changed totally and we enjoyed the last 5km.

8.Tag – Strahlend kalt

Als Doris mir heute morgen erzählt, daß es -32 Grad kalt ist glaube ich noch ich hätte geträumt. Wir warten bis es wärmer wird und starten bei -28 Grad und strahlendem Sonnenschein.

When Doris told me this morning it is -32 degree cold, I thought I am dreaming. So we waited till 10 for our start todays, while it was -28 degree and sunny.

Wegen der verwehten Trails geht es relativ langsam vorwärts. Solange der Wind nicht weht ist es bei Bewegung angenehm aber die Zunge friert trotzdem sofort an dem vereisten Bart fest. Im Wind auf dem Kahlfjäll wurde es aber unangenehm.

Wind has blown the fresh snow, therefore it took a while to manage our trail todays. Most of the time there was no wind, but it stayed cold whole day and everything got frozen.

Wir kommen erst nach dem Sonnenuntergang in Skalstugan an um festzustellen, daß wir dort als Fjällfahrer unter all den Bänkern richtige Exoten sind.

We reached Skalstugan while the sun was setting and we were really surprised finding us in the middle of people who have a relationship to SEB, our only relationship is our account.

9. Tag – Mittlere Schocks

Beim Auschecken in Skalstugan erfahren wir, daß die Unterkunft an unserem Tagesziel Anjan erst zu Ostern öffnet. Zur Fjällstation Kolåsen ist es bei den zu erwartenden Schneeverhältnissen nicht bis zum Dunkelwerden zu schaffen.

While we are cheching out we got to know that our next stop Anjan is closed till easter time. As the snow and trail condions are very difficult we can only reach Anjan and have to stay overnight in our tent.

Mit – 18 Grad und Sonne war es eigentlich sehr schön aber ein eiskalter Ostwind bließ uns ins Gesicht so das ich Angst hatte, mir würden die Tränen im Auge gefrieren.

During the day we had -18 degree and nice weather but very cold and heavy wind just into our face, we were afraid that our tears will freeze.

Wir erreichen unser Ziel Anjan vor dem Dunkelwerden und bauen unser Zelt vor dem Hotel auf…. das tatsächlich geschlossen hat.

This is our overnight stay at Anjan, which we reached before sun setting. We hoped to stay indoor but it ended like this.

10.Tag – Heute kalt aber ohne Wind

Wir überstehen die Nacht im Zelt relativ gut aber die Exped Downmatten, die schon am 1. und 2. Tag kaputt gingen hätten uns bestimmt weicher schlafen lassen. Bei -18 Grad war es in unseren Schlafsäcken warm genug…. nur die Kondensation des Körpers und der Atemluft ließ diese erst feucht werden um dann zu gefrieren.

The night in the tent was ok, although we missed our exped, which both died first night. We had -18 degree during night, our sleeping bags were warm enough but there was a lot of condensation, which of course was ice in the morning.

Wir fahren die ersten 7 km auf der Strasse um dann weitere 15 km über das Fjäll dem Skooterweg zu folgen.

The first 7 km we followed the street without seeing a car, then we follwed the scooter trail for another 15 km through the fjäll.

Einige Elche spornten unsere Malamten in Kolåsen noch zu Höchstleistungen an aber wir erreichen unser Ziel schon mittags bei tollstem Wetter um den Nachmittag in der Sonne zu genießen. Wir beschließen den morgigen auch noch hier zu bleiben. Die Hunde bekamen Streicheleinheiten.

Just before we reached Kolåsen some mousses crossed our trail and our dogs were highly motivated. The rest of the day we spend sitting in the sun and relaxing. The dogs got cuddles from the host.

11.Tag – Ruhetag

Heute haben wir uns und den Hunden einen Ruhetag gegönnt.

Today we and the dogs enjoyed a day off.

Bei -22 Grad Aussentemperatur war der Blick vom Bett durch das Fenster recht beruhigend und wir froh eine warme Dusche genießen zu können. Den herrlichen Tag haben wir verbracht mit schlafen, essen, sonnen, reparieren des Kochers, Frostbeulen und Blasen versorgen und entspannen. Sehr gefreut hat uns die Anteilnahme und Frage eines Freundes nach unserem Wohlbefinden bei den herausfordernden Bedingungen der letzten Tage.

Looking from the bed out of the window into -22 degree coldness outside is so enjoyable if you know there is a hot shower waiting. We spent a wonderful day with sleeping, eating, sunbathing, repairing the stove, curing frostbites and blisters and relaxing. We were very happy about the interest of a friend concerning our wellbeing in that challenging conditions of the last days.

12. Tag – Willkommen beim Fjällfararfreund „Stig i Olden“

Heute sind wir früh bei -22 Grad gestartet um nach etwa 8 km das Thermometer auf – 27 Grad fallen zu sehen. Das war selbst der Kamera zu kalt, so das sie nur kurz das Objektiv auszufahren wagte um dann schnell wieder zu schließen. Wir sind über 36 km auf einer Straße gefahren, was das Fortkommen sehr erleichterte – endlich mal wieder ein fester Trail.

Today we started early at -22 degree and sunny weather but after 8km the thermometer showed -27 degree. This was even to cold for the camera, which opened and shut down immediately. For 36 km we had perfect trail coditions on the street and besides this the dogs were highly motivated.

Die letzten 7 km konnten wir einen gut gespurten Skootertrail nehmen. Mittlerweile war es auch wärmer (-12 Grad), so dass die Kamera auch wieder bereit war Bilder aufzunehmen.

The last 7 km we followed a perfect scooter trail. The temperature climbed up to -12 degree so we could take some pictures.

In Olden werden wir dann wieder einmal – wie schon im letzten Jahr – herzlich willkommen geheißen von dem lieben Stig, der zu Recht eine Auszeichnung als “ Fjällfararvän“ ( Fjällfahrerfreund) erhalten hat. Wir danken dir recht herzlich, Stig. Mögen uns unsere Wege noch oft kreuzen.

Arriving in Olden we were heartly welcomed by Stig, like he did already last year. Everybody is recommended to stop here, Stig got the certficate as friend of the skiing people in the swedish fjäll. We say thank you very much for your friendship.

13.Tag – Was für ein Empfang

Heute ist es warm geworden und so starten wir unsere Tour bei -10 Grad und Windstille aber bedecktem Himmel nach Jänsmässholmen, wo wir unser 2. Depot haben. Es geht durch verschneite Wälder und über eine relativ schwer zu passierende Brücke.

Today temperatures are moderate (-10 degree) and almost no wind. The trail is following the forest up to Jänsmässholmen, were we have our second depot. The only problem today was a bridge, which was difficult to pass.

In Jänsmässholmen werden wir sehr herzlich willkommen geheißen von Yvonne, Thomas und Anna. Anna ist im letzten Sommer die gleiche Tour gelaufen, die wir jetzt im Winter laufen.

Yvonne, Thomas and Anna are welcoming us warmly in Jänsmässholmen, Anna has done the green Ripon last summer.

Es ist wie nach Hause kommen. Eine wunderbare Sauna wartet auf uns und das Essen, das Yvonne bereitet hat, sucht seinesgleichen. Die vielen Tips und Kontakte von Anna wollen wir nicht missen. Diese Menschen und diesen Platz wollen wir noch häufig erleben.

It is like comming home, Yvonne and Thomas are offering us a beautiful sauna time and afterwards a delicious dinner. Anna is helping us with lots of tips and contacts. These people and this place we would like to visit more offen.

14. Tag – Wir wären noch so gerne geblieben….

…aber der Tag war ein richtiges Geschenk. Das Wetter hat sich trotz der Vorhersage prächtig entwickelt und wir kamen nach anfänglichen Startschwierigkeiten schnell voran…. Dank vieler Witterungen von Elchen und Rentieren. Anna hat uns den ersten Kilometer einen besseren Trail für Einheimische gezeigt, so daß wir die übliche Buckelpiste nicht benutzen mussten.

We would have loved to stay a little longer but we started slowly in the morning and had an unexpected lovely day. The trails very perfect and rendeers and mouses around helped the dogs to get motivated to pull the heavy pulka. Anna showed us a perfect trail just for the start.

Die Fahrt ging durch eine zauberhafte Märchenlandschaft…

The trail follwed a fairytail landscape ..….

… Schneekristalle glitzerten wie Diamanten am Boden und in der Luft.

Snowcristals like diamonds all around us, in the air and on the ground

Für die heutige Nacht haben wir dank Stig eine leerstehende Wohnung in Rötviken direkt über dem Handlarn bekommen… Warm!!! Und fließend Wasser.

Our overnight stay tonight is an empty appartment above the local shop, it is heated and gives us shelter and water…..

15. Tag – wärmer aber viel Schneefall

Wir verlassen Rötviken bei leichtem Schneefall und -10 Grad. Es hört zwar nach einer Weile auf zu schneien aber die Sonne schafft es nicht durchzubrechen. Nach 25 km fängt es wieder an zu schneien und wir ackern uns durch dichtes Schneetreiben auf losem Trail die letzten 10 km durch eine berauschend schöne Winterlandschaft.

While we are leaving Rötviken we have a little snow fall and -10 degree. Today the sun is not able to break through, instead after 25 km we get heavier snow fall. The trail gets deeper and the snow very loose so that the dogs have to work hard. The last 10 km we follow through snowy wonderland.

Wir werden in Almdalen schon erwartet – die frisch renovierte Stuga ist schon eingeheizt und wir genießen das Sitzen im Sofa bei Kakao und Studentenfutter /Jägersnus.

Arriving in Almdalen the fire in our little hut is already on and we are welcomed. The hut is renovated and we can enjoy a cup of chocolate with nuts and fruits.

16. Tag – Schnee, Schnee und Schnee = Ruhetag

Seit gestern mittag ist es am Schneien und wir haben beschlossen uns und vor allem den Hunden einen Ruhetag zu gönnen.

It is snowing since yesterday afternoon and there is more to come. So we decided to take a day of and give the dogs some recovery.

Die letzten 4 Tage haben wir eine Distanz des Polardistanz (Schlittenhunderennen) im vorgegebenen Zeitrahmen zurückgelegt… nur auf ungespurtem Trail und mit 80 kg schweren Pulkas.

Over the last 4 days we managed to run a distance of the polardistans (sledding race) within the time given but with pulkas weighing 80 kg on unprepaired trails.

Wir hoffen auf besseres Wetter und das wir morgen noch so etwas wie einen Trail erkennen können.

We hope the weather is clearing up so we can continue tomorrow. Hope to recognize something looking like a trail.

17.Tag – Aufbruch ins Ungewisse

Früh um 7:30 Uhr (d.h. Hunde um 5:00 füttern) machen wir uns auf den Weg. Ransi hat uns mit dem Skooter eine Spur den Abhang und die ersten 500 Meter gemacht auf der wir freudig vorankommen bis… wir uns dann auf seit 2 Tagen ungenutztem Trail durch bis zum Oberschenkel tiefen Schnee kämpfen.

We started early in the morning (feeding the dogs at 5 o’clock). Ransi prepared us the steep slope and the first 500 m with the scooter, because of 60cm of fresh snow. But then, there was no trail anymore for the next two days and the snow was reaching up to our upper legs, this means really heavy trail for all of us.

Bis Lakavattnet war der Schnee dann langsam weniger (Unterschenkel) und es gab sogar eine frische Skooterspur, der wir folgten bis auch diese sich weiter oben im Fjäll mit der endlosen Weite vereinigte.

Till Lakavattnet it became a little easier, as the snow was only 40 cm deep and a scooter trail showed up for the next 5 km. We followed it up on the fjäll.

Nach etwa 30 km wurde es dann so extrem schwer vorwärts zu kommen, dass wir uns nach einen Lagerplatz für die Nacht umsahen.

After 30 km the snow became so heavy that everybody was very exhausted. So we were looking for a possibility to put up the tent and to put the dogs on the stake out – even this is not easy under these snow conditions.

Diesen fanden wir dann mitten auf dem Skootertrail…. überall sonst ist der Schnee zu tief und zu lose um irgendetwas aufzustellen oder um dort zu stehen. Es ist dort wie in Frau Holles Reich.

After a while we decided to do it just were we were staying. Even with snow shoes it is almost impossible to walk because of the socker snow.

18. Tag – zwischen Hoffen und Verzweifeln

Nachdem wir gestern 33 km unter schwersten Bedingungen geschafft hatten sollten die 22 km bis zur geräumten Straße nach Gäddede leicht zu schaffen sein. Aber was uns heute morgen erwartete war nicht mehr abzutun unter Startschwierigkeiten. Die Pulken sanken immer wieder so tief ein, dass sie unbewegbar erschienen. Aus 80 kg schweren Pulken wurden gefühlte 250 kg, und das nicht nur wegen des Berges von Schnee die sie vor sich herschoben. Also hat Klaus sich selbst mit vor die Pulka gespannt und sich so mächtig ins Zeug gelegt, dass wir nach der ersten Stunde schon 1,5 km geschafft hatten…. aber wir mussten noch einen See überqueren, der sicher ohne Markierungen war.

Yesterday we managed 33 km under really heavy conditions, and we thought today the next 22 km till we reach the street, will be easy. But what we experienced was unbelieveable. The two pulka were sinking deep into the snow, they were often stuck and the 80kg felt like 250 kg as the pulka was pushing loads of snow in front. So Klaus helped to pull the pulka and after 1 hour we managed 1.5 km – not totally stuck. Then we had to pass a lake without any pols for orientation and we tried a 4 and a 2 dog team.

Schlechte Sicht machten das Erkennen einer Spur fast unmöglich aber die Füße übernahmen die Führung und fanden den Weg.

Bad view, little snowfall made it even more complicated and the feet had to find the way.

Nach 20 km kamen wir an einem Gebäude vorbei und Chico entschied, daß dies unser Rastplatz ist. Weiter ging es nicht und so hat Doris nach 20 km eine Müllhütte zur Luxussuite umgewandelt, in der wir gekocht, gegessen, Wasser geschmolzen und geschlafen haben….und eine Toilette war gleich daneben.

After 20 km we passed a small hut and a sign of the national reservat and here Chico decided to stop and rest for the night. So we had to arrange something and Doris rearranged the room for waste to a luxerious cooking and sleeping room. And a toilet was just next to it.

19. Tag – dem Griff des Schnees entkommen

Nur noch 7 km sollten es sein bis zur Straße nach Bågede und weiter nach Gäddede. Aber die hatten es in sich… besonders die letzten 2,5 km auf denen seit langer Zeit kein Skooter unterwegs waren. Wir waren beide am Ende unserer Kraft aber auch kurz vor der absoluten Hoffnungslosigkeit als wir nach 3,5 Stunden endlich die Straße erreichten und tatsächlich 10 km geschafft hat.

Only 7 km to go till we reach the street to Bågede and Gäddede. But these were the most difficult kilometers we ever experienced. The last 2 km there was no hard ground at all and we both had to help to pull the pulka, becomming almost despared being stuck. After 3,5 hour we reached the street and we had managed 10 km. First time that we saw Chico so exhausted.

Ab jetzt lief es wie geschmiert und nach weiteren 8,5 Stunden erreichen wir nach insgesamt 12 Stunden und 60 km im Licht der Stirnlampe um 20 Uhr unser Ziel, unser 3. Depot und unsere Freunde Eva und David in Gäddede…. und ein Bett.

But now the easy part started and after the dogs regenarated we did the next 50 km in 8 hours and reached Gäddede at 8 pm, happy to have reached our 3rd depot and to meet our friends Eva and David, who gave us food, a bed and ….

Vor dem Einschlafen allerdings musste Doris plötzlich mich attackierende Krämpfe in meinem Oberschenkel massieren. Ich war fast zu kaputt um zu schlafen.

Before falling asleep Klaus became have muscle spasm.

Reflexionen nach einem Drittel der Tour

Schon bei der Planung – besonders in Kombination mit bereits gemachten Erfahrungen – gab es bis hierher einige Herausforderungen, die uns sowohl Kopfzerbrechen machten als auch einige Ängste zum Vorschein kommen ließen. Trotz sorgfältiger Planung ist letztendlich einiges abhängig von sich täglich ändernden Begebenheiten, die eine andere Strecken zu Laufen erfordern.

Einer dieser Abschnitte (Hürden) war der Trail vom Rogen nach Storulvån und besonders zwischen Helags und Sylarna. Wegen des Skooterverbots gibt es dort keine Trails sondern nur Skispuren. Wenn es zudem noch sehr windig ist, kann es gefährlich oder zumindest extrem unangenehm werden. Die Alternative über Vålådalen erscheint da sicherer ist aber komplizierter in Bezug auf die Streckenführung, da Åre im Westen passiert werden muss. Wir hatten das Glück das es auf dem Sylarnamassiv wenig Schnee gab (weggeblasen) und es zudem windstill und sonnig war. Was für ein Geschenk.

Die nächste Passage war die über/um das Hotagenmassiv zu kommen. Der direkte Weg fürt über trailloses Kahlfjäll und ist allenfalls für Skiläufer mit Pulka machbar…wenn der Schnee etwas kompaktiert ist. Wie wir jetzt gesehen haben gibt es eine Straßenverbindung durch Norwegen – bedeutet Kilometer immer der Straße entlang – die die Strecke vereinfacht. Für uns kommt trotz aller Versuchungen diese Möglichkeit nicht in Betracht, da die Pulken auf der Straße nicht zum Stoppen zu bringen sind wenn jagdbares Getier die Hunde motiviert. Die Einreise nach Norwegen kommt erschwerend hinzu und führt uns zu der genommenen Wegstrecke….obwohl diese 80 km länger ist. 80 km können bei guten Bedingungen durch menschenleeres Terrain (wie im letzten Jahr) die reine Freude sein mit tollen Fotos zum Genießen…. diesmal war es grenzwertig in Bezug auf unsere Physis und extrem herausfordernd für unsere Psyche. Wir sind froh jetzt in Gäddede zu sein.

During ou planing of the long-distance tour there were some special challenges, which we could not plan or control because everything is depending on the weather conditions but which caused a lot of fear. One part was the trail between Helags and Sylarna. In this mountain area no scooters are allowed, this means there are only few or no traces from people skiing, so probably deep snow to handle. Besides this this part is know as very windy. As we passed Helags and Sylarna we were very happy, as a lot of snow was blown away and the weather was just perfect. The alternative would be to pass Vålådalen and Åre which is much more complicated from the trails and the traffic in Åre.

The next leg was including Hotagen national reservate. There are no scooters allowed and usually there are 2 meters of loose snow in the high mountain area. Instead of crossing Hotagen there are two possibilities, either taking the street in Norway for more then 30 km. But this was not possible as we cannot stop the pulka and the dogs on the street when they start to chase anything and on the other hand you need special permissions with the dogs entering Norway. So we decided to take the third possibility, surrounding Hotagen in the east, which means 80 km more to go. Usually no problem if there are good trail conditions and it is a very remode scenic area – good chance for taking good pictures. This year we had very extrem snow conditions and a big challenge for our psychological and physical condition. Now we are happy to be in Gäddede.

Ein weiterer Faktor stellt die Kälte – besonders in Verbindung mit dem Wind – dar, die schnell zu Erfrierungen führen kann. Entgegen der Anmerkung einiger Schlaumeier hilft nicht einfach sich wärmer anzuziehen um nicht zu frieren. Doris hat sich warm eingepackt und trotz ständiger Bewegung einige Zehen und das Gesicht verfroren ohne ein Kältegefühl erlebt zu haben. Ich bin da viel nachlässiger und friere ohne Frostschäden…toi, toi, toi.

Another problem could be the extrem coldness, especially in combination with wind. While we are skiing and are very active, it is almost impossible to realize what is going on in your face or toes. So we were not that lucky as Doris ended up with some frosty parts in the face and at 3 toes.

Das unsere Exped Daunenmatrazen beide schon am Anfang der Tour ihren Geist aufgaben ist eigentlich zuerst einmal ein Komfortproblem, denn wir haben extra dicke Evazotematten. Aber ich weiß erst jetzt wie hart der Schnee ist… besonders wo der Sommerspeck des Körpers sein knochiges Gerüst zurück lässt.

As our Exped mats failed already in the beginning and we had to sleep only on our Evazote mats we found out how hard snow can be, especially if having lost most of the body fat and feeling each bone.

20. und 21. Tag – Hotel Eva und David – all inclusive

Das Wochenende haben wir bei wunderschönem Sonnenwetter in Gäddede bei Eva und David genossen.

We enjoyed the weekend in Gäddede at Eva and Davids place with sunny weather.

Nach den Strapazen der letzten Tage war diese Pause für uns alle sehr nötig und sehr erholsam.

After the last days the relaxation was very important for all of us.

Wir haben die Zeit genutzt zum Trocknen des Zeltes und der Schlafsäcke, zum Auffüllen unsere Vorräte und zur Reparatur des Packsackes von Klaus. Beim Versuch die Schaufel auf dem Packsack zu fixieren hat der auf dem Packsack montierter Zurrriemen ein 5 mal 1 cm langes Loch in den Sack gerissen. Sekundenkleber und Gorillatape sollen jetzt das Original verbessern.

We needed the time too for drying the tent, fixing the pulka bag and filling up the food reservoirs.

Es ist immer wieder schön hierher zu kommen. Wir sind so froh das zurückliegende Stück des Weges geschafft zu haben und freuen uns auf die Weiterfahrt.

It is always great to be here, we are happy that we managed the first 530 km and are no looking forward to the next leg.

Gute Nachrichten gab es auch, dass unsere Pakete in den weiteren Depots angekommen sind. Obwohl wir ein Paket an den Einkaufsladen geschickt haben ist es in dem Hotel angekommen zu dem wir wollen.

We got good news too as our next packages arrived in the hotel although we have sent it to the local shop. And with the help of Eva and David we could arrange the next overnight stays already in advance.

Wir freuen uns, das wir für die nächsten Tage dank der Hilfe von Eva und David Übernachtungen in privaten Hütten arrangiert (bekommen) haben.

Wir freuen uns auf die Weiterfahrt morgen und sind dankbar für die erholsamen Tage bei lieben Freunden….danke Eva und David.

Tomorrow we will continue and are happy for all the support from our friends.

22. Tag – wieder auf Tour und….wieder schneit es

Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, daß wir jeden morgen etwas nervös, aufgeregt, neugierig aber auch ängstlich sind kurz bevor es losgeht… wenn wir aber uns so heimisch und wohl fühlen, wie bei Eva und David ist es besonders schwer loszukommen. Das geht uns offenbar genauso wie den Hunden und selbst das Wetter wirkte heute trüb und traurig bei -13 Grad und Schneefall.

Every morning we wake up with a strange feeling of excitement, anxiety or curiosity, especially today at such a cosy place of Eva and David. The dogs express the same and the weather does not help easer – clouds, snow fall, grey and – 13 degree.

Der Weg, der gestern noch in der Sonne erstrahlte wirkt heute weniger einladend und wir müssen gleich zu Anfang 100 Höhenmeter überwinden aber diesmal wieder mit vollem Gepäck (wieder ein voller Sack Hundefutter und Essensrationen usw.).

Da aber die Skooterwege hier sehr gut gepflegt sind ging das ganz einfach und selbst der leichte Schneefall hat nicht gestört. Es ist absolut kein Vergleich zu den Trailbedingungen, die wir rund um den Hotagen hatten und so hatten wir die ersten 15 Kilometet das Gefühl auf einer Skooterautobahn zu sein…. aber ohne Skooter… ganz allein.

The trail does not look so nice then yesterday and in the beginning we have to climb up the mountain for 100 m but with heavy load, as the pulka is filled with new dog food and new meals for us.

But the scooter trails are very nice like a highways without traffic and the snow does not bother us.

Nach 15 km war der Trail dann aber doch so verschneit, dass unsere Ski nicht mehr an die Oberfläche kamen und nur manchmal wie U-Boote aus der Schneeoberfläche herausschossen. Der Schnee war zwar leicht und pulverig…. das Vorwärtskommen war jedoch deutlich anstrengender für uns und die Hunde, so dass wir froh waren am frühen Nachmittag unser Quartier im Wanderheim Björkvattnet beziehen zu können.

After 15 km the trails are covered again by 20 cm of new and fluffy snow. The speed is decreased a little bit and in the early afternoon we reached Björkvattnet.

23. Tag – ein rundum superschöner Tag

Eigentlich wollten wir den kurzen Weg von Björkvattnet nach Jormvattnet nehmen aber der ist über den See nicht geöffnet und so mussten wir einen (wunderschönen) Umweg nehmen.

We took a wonderful detour to Jormvattnet as the short trail crossing the lake was closed.

Bei sonnigem windstillen Wetter und -13 Grad kommen wir gut voran – vor allem, weil Eva heute mit ihrem gemischten Team einen Tag mit uns reist. Die Tour ist eine wahre Freude.

Sunny weather, no wind at -13 degree and Eva joining us with her mixed team, made the day just perfect and joyful.

Der Nebel auf dem See (Kvarnbergsvattnet) kommt von den offenen Stellen, die das Kraftwerk durch das Einleiten von Wasser erzeugt. Es ist daher sehr ratsam sich an den markierten Weg über den und andere Seen zu halten.

The fog on the lake Kvarnbergsvattnet is caused by open water from the powerstation. It is therefore very important and dangerous not to leave the marked trail.

Der Weg über das Storfjället nach Jormvattnet war gut und die letzten 10 km frisch gespurt und führte durch eine wunderschöne, stille Märchenlandschaft. So erreichen wir schon mittags unser Ziel und können den Nachmittag in der Sonne genießen.

The trail crossing the Storfjället to Jarmvattnet was nicely prepared and lead us through a peaceful wonderland. During lunch time we reach our destination for today and enjoy the afternoon in the sun.

24. Tag – Stora Blåsjön – berühmt, berüchtigt, gefürchtet

Wenn das Display des Thermometers schwarz ist….ist es wirklich kalt. Als dann die Sonne heute morgen herauskam und das Display zum Leben erweckt erscheint als erste Zahl -25. Die Sonne strahlt zwar aber die Hunde scheinen nicht so sehr motiviert ihr Strohlager verlassen zu wollen.

The display of our thermometer was black in the morning this means it is really cold. Later the sun was shining and the first measurement was -25 degree and the dogs did not really like to leave their straw bedding .

Dennoch kommen wir auf den super gespurten Trails sogar bergauf gut voran und überqueren einen 6 km breiten Bergrücken zum Lilla Blåsjön auf dem die angegebene Markierung (ruskmarkering) leider fehlt und wir mit etwas Herzklopfen alten Skooterspuren über den See folgen um dann zum Stora Blåsjön zu gelangen, der unter Fjällfahrern berüchtigt ist, weil der Wasserspiegel des Sees sehr schwankt (und damit das Eis, der Weg…usw).

As the trail is just perfect we cross the mountain easy and reach Lilla Blåsjön where the marking is missing but because of the nice weather and the perfect trail it is no problem to find the safe trail across both lakes Lilla and Stor Blåsjön which are known to be dangerous as the lakes are water regulated.

Wir erreichen Ankarede gegen Mittag, wo wir eine Hütte gemietet haben. Die ist angewärmt und wirkt mit 0 Grad innen richtig warm gegenüber der Außentemperatur von -13 Grad.

We reach Ankarede during noon where we stayed in an old hut overnight, inside we have 0 and outside -13 degree already cosy….

25. Tag – Treffen mit Fjällfahrer Gustav

In Ankarede werden wir mit einem tollen Nordlicht belohnt, das wir natürlich photographieren. Die Hütte kriegen wir auch auf 18 Grad gewärmt und wachen morgens bei -30 Grad auf. Wir starten früh um 8:45 und laufen bei strahlendem Sonnenschein Richtung Raukasjön.

During night in Ankarede we can observe polar light and we take some picture of course. After 6 hours the temperature inside reached +18 degree due to the nice fire and in the morning what a surprise we have -30 degree. We start at 8:45 and because the sun is shining again the temperature is increasing soon.

Etwa 5 km vor Raukasjön treffen wir Gustav mitten auf dem Trail. Gustav läuft von Treriksröset nach Grövelsjön und ist dort Anfang Februar gestartet. Es ist wie ein Treffen unter alten Freunden….. wir freuen uns riesig uns getroffen zu haben. Wir wünschen Gustav eine gute Tour.

Around 5 km before Raukasjön we meet Gustav, he is doing the white ribbon from north to south and has started beginning of february. It is a meeting of good friends and we are all happy.

Gegen mittag sind wir dann in Raukasjön und freuen uns schon auf die Waffeln mit Sahne und Moltebeeren….2 Portionen für Doris und 2 für mich…..

At noon we reach Raukasjön and are happy to eat two nice waffles each with cream and jam.

26. Tag – hoch hinauf aufs Borgafjäll

Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, daß das Thermometer erst wieder zum Leben erwacht, wenn die Sonne es erwärmt….aber als die Skooterfahrer früh am morgen um 6 Uhr aus Gäddede kommend von 39 Grad minus berichten läuft es uns doch kalt den Rücken herunter. Dann bleiben wir doch lieber bei den uns bekannten -30 Grad.

We are used to very cold temperature in the morning while our thermometer is not working any more below -30 degree but we were surprised when we heard that scooter people  measured -39 degree at 6 am when they started from Gäddede.

Trotzdem scheint auch den Hunden aller Anfang schwer zu sein aber nach einigen Minuten sind wir auf dem Weg auf das Kahlfjäll.

The dogs have problems to start too but after a while we are on our way crossing the next fjäll.

Bei tollen windstillen Sonnenwetter wird die Fahrt über das Fjäll ein wunderschönes Erlebnis und jeder Blick wäre ein Bild wert.

We enjoy the crossing fully as it is sunny weather and no wind. Each second we could take a picture, what a fantastic landscape.

Klimpfjäll kündigt sich schon weit vorher an, denn dies ist eines der Eldorados der Skooterfahrer aber uns sichert das feste breite Trails.

Klimpfjäll is an eldorado for scooter people and for us it means scooter highways.

In Klimpfjäll nehmen wir unser viertes Depot in Empfang und freuen uns auf eine gemütliche Behausung mit Dusche, Bett, Küche …..und einem super Ausblick auf den Kultsjön.

Klimpfjäll is our 4th depot, the pulka will be heavy again, but here we enjoy a nice hotel with shower, bed, kitchen and a perfect view to Kultsjön mountain.

27. Tag – Aufbruch ins Ungewisse

Schon vor 8 Uhr sind wir unterwegs in Richtung Osten über den Kultsjön nach Ljusliden. Das Wetter ändert sich und wir sollen am Nachmittag schon starken Westwind bekommen zusammen mit ersten Schneeschauern. Das würde uns dann mitten auf dem Ransarn treffen, der wegen seiner Regulierung ohnehin schon unberechenbar und uns in schlechter Erinnerung ist. Aber wir laufen bei -22 Grad und Windstille in schnellem Tempo über den Kultsjön und dann weiter auf wunderschönen Skooterwegen um den Gikasjön bis zur Staumauer des Ransarn. Wir freuen uns nach 30 km so schnell hier zu sein und vor allem aber eine erkennbare Spur auf dem See zu finden, der wir dann nach Norden folgen für etwa 9 km. Dann im rechten Winkel nach Westen abbiegen und schon sollten wir nach weiteren 3 km an der Hütte der Länsstyrelsen Västerbotten (Übernachtungshütte, die von der Kommune betrieben wird) ankommen.

Before 8 o’clock we are on our way over Kultsjön to Ljusliden. Today the weather will change this is already visible in the morning but we will get strong wind and snow storm in the afternoon and we don’t want to experience this on lake Ransarn, because this lake is known to be dangerous due to high water regulation and we had bad experience here last year. We started at almost no wind and cold temperatures (-22 degree) and because of good trail condition we passed Kultsjön pretty fast as well as Gikasjön till we reached the dam of lake Ransarn. We are happy that we managed 30 km so easy and fast and to see a good scooter trail on the lake which we follow north for around 9km. We thought and hoped the last 3 km to the west will be easy to reach the hut Ljusliden.

Die Schneefront war schon von Weitem sichtbar aber wir hofften noch schnell vorher die Hütte zu erreichen. Die Abzweigung war mehr als unklar aber wir entschieden uns für eine erfolgversprechende Spur Richtung Westen, die aber leider an einem Angelloch endete. Irgendwie waren dort aber weitere Spuren die uns in unsere Richtung führten dann aber plötzlich bergauf führten, was auf einem See sehr ungewöhnlich ist und uns in Alarmbereitschaft setzten. Die Sicht war mittlerweile auf wenige Meter vor uns gesunken aber da alles ununterscheidbar weiß war kam ein Augenblick des aufkommenden Unbehagen auf , um es gelinde auszudrücken. Ein warmer Wind bließ uns ins Gesicht und nach etwa 100 Metern Tiefschnee kamen wir auf die Spur, die uns schließlich nach Ljusliden bringen sollte. Für einen Augenblick riss die Wolkendecke auf und wir konnten die Hütte bereits sehen. Schon von Weitem war der Geruch des Holzfeuers zu riechen und beim Näherkommen sahen wir auch den Skooter, mit dem die beiden Angler hierher gekommen sind.

But the snow storm was coming closer from the west and even the junction to the west was not clear visible any more. We follow a trail but this one was ending at a hole for fishing. By chance there was another small trail leading us into the direction of the hut which was not visible because of the deep clouds and the storm which was hidding us into our face. After crossing deep snow for some 100 m we suddenly saw the hut and after further meters we could smell fire smoke and as we approached the hut we could see a scooter just in front of the door and two fishermen.

Wir nehmen uns einen anderen Raum in dem Haus aber der scheint so lange unbewohnt gewesen zu sein, dass der Holzofen nicht zieht und beim Anfeuern sämtliche Rauchmelder des Hause aktiviert.

There are 4 rooms available but the hut is very cold because of the cold of the last days and because nobody was here for a long time. As we fire the stove a lot of smoke is filling up the house and the alarm is activated for almost half an hour.

Wir erreichen das Haus bei – 4 Grad Außentemperatur aber drinnen ist es deutlich kälter. Es dauert bis zum Zubettgehen, bis die Temperatur 15 Grad erreicht aber wir gehen ohnehin früh zu Bett (9 Uhr).

Inside it is much colder than outside (- 4 degree) therefore it takes time to heat our room (15 degree at 9 o’clock). But we are tired and go to sleep early.

Nach insgesamt 704 km ist dies vermutlich die Mitte unsere Tour aber wir sind einfach nur froh hier zu sein bevor der Wind sein größeres Potential ausbläßt.

Now we have done 704 km of our tour probably half of our Lapland Quest and we are happy to be here before the storm is increasing during night.

28. Tag – Eingeweht in Ljusliden – 18. März

Wir verbringen den Sturmtag mit schlafen und essen und etwas Holz sägen und spalten und Schnee schmelzen. Wir nehmen vorsichtigen Kontakt auf mit den beiden Anglern, die einen Skooter vor der Tür stehen haben mit dem sie uns morgen eine Spur zur 4 km entfernten Skooterspur (vielleicht vorhanden) fahren könnten. Dafür haben wir für sie Holz gehackt. Die beiden versuchen auf den See zu fahren um etwas zu angeln, kommen aber sofort zurück, weil sie absolut nichts sehen konnten und selbst ihre Spur sofort verwehte.

During the stormy day we eat, sleep, cut and saw wood and melt a lot of water for the dogs. We get in contact with the two old fishermen to convince them to prepare us a scooter trail for the first 4 km up to the hopefully existing main scooter trail next morning, instead we cut wood for them. Later on these two guys try to drive on the lake to go fishing, but immediately they return because of the bad visibility and the windy conditions. There trail is disappearing immediately.

Morgen soll es besser werden und wir verabreden, daß wir um 7:30 bereit sind hinter ihnen auf der Skooterspur auf den See zu folgen, wo sie dann angeln werden.

Tomorrow the conditions should be better and we arrange an early start at 7:30.

29. Tag – Ljusliden läßt uns nicht los – 19.März

Wir haben wie vereinbart um 7:30 Uhr alles gepackt als Kuno (der Anglerchef) von der Toilette kommend einen Blick zum Himmel richtet und sagt, daß wir noch etwas warten müssen bis der Schneeschauer aufhört und die Sicht besser wird. Um 8 Uhr sah es dann besser aus und wir hatten die Hunde eingespannt. Kuno und Karl kommen angezogen heraus, die nächste heftige Boe mit Schauer beginnt und wir verziehen uns alle nach innen nachdem wir die Hunde wieder ans Stakeout gebracht haben.

We are ready to go at 7:30 when Kuno (the boss of the two) is coming from the toilette, looking to the sky and saying we have to wait a while till the snow shower is gone and we get better visibility. At 8 o’clock it looks promissing and we place the dogs in front of the pulka. Kuno and Karl are ready too but the next shower is coming in a minute and we go back into the hut and put the dogs back on the stake out.

Um 10 Uhr war uns klar, daß wir unser heutiges Ziel nicht erreichen werden, zumal mit erheblichen Verwehungen zu rechnen ist. Wir beschließen einen weiteren Ruhetag einzulegen und unsere Pulkas samt Inhalt zu trocknen, denn es war gestern kurzzeitig auf 4 Grad plus warm geworden und der Packsack ist für Schnee gemacht.

At 10 o’clock we realize we cannot manage our todays goal especially as we do not know how difficult the trail conditions will be. We decide to stay another day and start to dry our staff as yesterday the temperature reached +4 degree and our pulka bag is made for snow not for melting snow.

Kuno und Karl machen sich auf den Weg zum Angeln als der Himmel wenig später aufreißt. Sie kommen aber wieder schnell zurück, weil die Kühlung des Motors nicht funktioniert. Nach 2 Stunden beratschlagen reisen sie mit dem gesamten Gepäck ab…. unsere vermeintlichen Retter retten sich selbst. Wir fühlen uns irgendwie in der Falle und folgen mit unseren Blicken ihrer Spur um dann selbst mit den Skiern die Lage auf dem See zu checken.

Kuno and Karl give it another try after the visibility became better. But they return fast again. This time something is broken on the motor. They discuss for 2 hours and suddenly they get ready to leave us – the once who wanted to help us tried to safe themselves. We feel like been trapped when we saw them disappearing. We decide to check out the conditions on the lake and make a small excursion by skis.

Wir erkennen noch einige Spuren von Skootern die freigeblasen wurden vom Wind und nicht zugeschneit sind. Das macht uns hoffnungsvoll diesen schönen Platz morgen verlassen zu können und entspannt uns so sehr, daß wir den Rest des Tages in der Sonne diesen majestätischen Platz genießen können.

We realize that there are same traces left as the trail is harder. We are hopefull to find the way out of Ljusliden next morning and enjoy the rest of the day in the sun and in the wind shelter at this majestic place.

30. Tag – Ausbruch aus der (vermeintlichen) Falle

Wir beschließen früh zu starten und kommen schon um 7 Uhr bei herrlichem Sonnenschein und -8 Grad los. Der Trail ist auf den ersten 2 km noch zu erkennen aber dann geht es 2 km ohne Spur. Es zahlt sich aus so früh gestartet zu sein, denn der Schnee ist überfroren und bietet eine (relativ) feste Unterlage. Nach einer Stunde erreichen wir mitten auf dem See die erhoffte Skooterspur, die uns bis an das nördliche Ende des Sees bringt.

We have planned to start early therefore we are on our way at 7:00 am while the sun is shining and at a temperature of -8 degree. The first 2 km we can see the trail but then it is gone with the wind for the next 2 km. This early the snow is hard and the dogs brake through the snow only a few times. After one hour we reach the scooter trail which we follow till the northern end of the lake.

Wir sind froh diese wilde Spur genommen zu haben, denn der offizielle Skooterweg ist unbenutzt. An einigen Stellen zeigt der so gefürchtete Overflow seine vereisten Spuren, die die Skooter hinterlassen haben und die wir mit unseren Skiern unbedingt vermeiden wollen. Nur die Hunde sind mit ihren Pfoten einige Male bis zu der Wasserschicht vorgedrungen.

The official scooter trail is not used therefore we are happy that we used this one although some parts show overflow and some steps of the dogs are wet.

Nach 10 km haben wir wieder festen Boden unter den Skiern und finden trotz aller Befürchtungen feste Trails bis zu unserem Ziel Virisen nach knapp 40 km.

After 10 km we can leave the lake and by luck the whole trail up to Virisen is fine and we reach Virisen after around 40 km in the early afternoon.

31. Tag – Wir trotzen der Wettervorhersage

Als Doris heute um 4:45 Uhr aufsteht um die Hunde zu füttern rappelt der Wind an den Fensterläden und es steigt ein beklemmendes Gefühl angesichts des Erreichens unseres Tageszieles auf, denn wir müssen über ein baumloses Fjäll und bei Temperaturen um 0 Grad werden Schneeverwehungen schnell zu extremen Herausforderungen.

This morning Doris was feeding the dogs at 4:45 am as we wanted to start early and at that time the wind was roaring and shaking the hut. This caused a strange feeling as we have to cross a fjäll today and warm temperature were announced as well.

Der Wetterbericht sagt für unseren Bereich eigentlich nur eine leichte Brise voraus aber für unser Ziel Tärnaby soll es mit 11 m/s von vorn blasen. All unseren Bedenken zum Trotz starten wir vor 7 Uhr bei stürmischen Wind und -3 Grad und fahren auf der verschneiten Straße erst einmal 10 km um dann eventuell den Skooterweg weiter zu laufen oder auf der Straße zu bleiben.

The weather forecast was not that bad but for Tärnaby, our todays aim, wind of 11 m/sec were announced. But we decided to start at 7 am while it was blowing from the back at -3 degree. We took the road for 10 km, which was easy and decided to stay on the road because the scooter trail was filled up with snow and the road was smooth. After 6 hours we have managed 42 km.

Da der Skooterweg verweht ist bleiben wir auf det Straße und kommen gut voran, so das wir nach 6 Stunden 42 km geschafft haben.

Nach weiteren 10 km auf einem Skooterweg erreichen wir noch vor 15 Uhr unser Ziel Tärnaby wo wir unser nächstes Depot haben.

We follow 10 km further the scooter trail and reach Tärnaby – our next depot.

Unseren Leistungseinbruch nach 40 km versuchen wir im Ort beim Bäcker mit Schokoladentorte und Sahne zu kurieren.

We try to fill up our energy which was lacking a bit after 40 km with cream and chocolate cake.

32. Tag – jeder Blick ein Fotomotiv

Nachdem es aufgehört hat zu schneien starten wir bei strahlendem Sonnenschein von Tärnaby unsere ersten 30 km auf dem Kungsleden und sind nach 15 km auf dem Kahlfjäll. Es ist windstill und wir genießen von dem Fjäll den herrlichen Blick in die weiße Weite.

After it stopped snowing we start from Tārnaby and the sun is coming soon while we follow the trail on the first 30 km of the Kungsleden. After 15 km we reach the Kahlfjäll, it is almost no wind and we enjoy the beautiful views and the silence of the fjäll.

Nach 20 km kommen wir zur Schutzhütte Stabre und können zum ersten Mal auf unserer gesamten Tour hoch oben im Fjäll eine längere Rastpause einlegen.

After 20 km we reach Stabre a small security hut and for the first time within this tour we make a big break for lunch in the middle of the fjäll.

5 km weiter gibt der wolkenlose Himmel den Blick in das Syterskalet frei, dem längsten und steilstem Tal Schwedens und eines der beliebtesten Fotomotive.

After 5 km we have a perfect view to the Syterskalet valley, the longest and steepest valley of Sweden and a very famous picture. We are so lucky to pass this place at such great weather.

Welch ein Glück so klar und tief dort hereinschauen zu können… wahrlich königlich.

Noch ein steiler Anstieg und eine noch steilere Abfahrt und wir erreichen nach 30 km und 742 Höhenmetern unser Ziel Syterskalet. Wir werden sehr herzlich von der uns schon vom letzten Jahr bekannten Hüttenwärtin Kristina begrüßt.

Another steep hill up and down and we reach Syterskalet our hut for tonight after 30 km and 742 m of hight. Kristina, the host of the hut is welcoming us as she knows as from last year.

33. Tag – Wasserlöcher unerwartet

Es wird schon deutlich früher hell – wir haben ja mittlerweile auch schon Frühling – aber trotzdem erstaunt uns, dass es schon um 4:30 hell ist. Diese Zeit wird hier in Lappland vårwinter (Frühlingswinter) genannt. Und in der Nacht waren wir noch länger draußen um ein wunderbares Nordlicht zu erleben und zu fotographieren.

Everyday we gain light, today the twilight starts at 4:30 am – of course we are already at spring time. This time is called vårwinter (springwinter) in Sweden. During the evening we had the chance to see more of polarlight.

Die Tagesetappen richten sich auf dem Kungsleden ein wenig nach den Entfernungen zwischen den Hütten und heute wollen wir eine relativ leichte Etappe zur Servestugan laufen. Wir kommen auch gut voran – vielleicht auch weil es erst bergab und dann 10 km über den Tärnasjön (See) geht. Aber über die Seen entlang der Markierungen zu laufen ist auch stinklangweilig und wenig motivierend für die Hunde. Einzige Abwechslung waren heute 5 Hundegespanne die uns auf dem See entgegenkamen und einige Wasserlöcher die plötzlich und unerwartet unter dem Schnee lauern. Auf den Seen haben wir uns daran gewöhnt und da die Löcher immer wieder überfrieren stören sie nur das sanfte Gleiten der Ski und der Pulka. Aber mitten im Fjäll diese Löcher zu finden ist doch eher ungewöhnlich und wir versuchen diese immer deutlich zu umfahren um unsere Skifelle nicht zu wässern…. dann backen die Ski wie Kleister auf dem Schnee.

The daily tours are from now on depending on the distance between the different huts. Today we are heading to Servestugan. It is an easy tour as it is downhill the first part and than crossing the lake Tärnasjön for 10 km. These crossings are boring for the dogs and the motivation is missing sometimes. A highlight is only the meeting of 5 other dog teams and the overflow patches on the lake and on the fjāll, which is unusual for us. We try to surround these parts as we do not like to step into the water because our skins underneath the skis should not freeze and stuck in the snow.

Wir erreichen die Servestugan am frühen Nachmittag und lassen den Tag bei sich zuziehendem Himmel langsam ausklingen.

We reach Servestugan early afternoon and enjoy relaxing the rest of the day.

34. Tag – wieder ein bißchen Zivilisation

Wir starten bei 10 Grad minus von der Servestugan und der Schnee bläst uns ins Gesicht. Wir haben nur eine kleine Strecke (25 km) zu bewältigen und hoffen mittags in Ammarnäs zu sein.

We start from Servestugan, -10 degrees and wind and snow is blowing into our face, today the distance is only 25 km and we hope to reach Ammarnäs during lunch.

Nach etwa 2 Stunden kommt die Sonne sogar wieder heraus und wir sind zur Mittagszeit im Guidecenter in Ammarnäs zum Kaffee, Kuchen, Linsensteak mit Pasta….in genau der Reihenfolge.

After 2 hours the sun tries to come through the clouds and for lunch we the reach the guide center in Ammarnäs and enjoy coffee, cake, lense steak with pasta.

Jetzt wollen wir weiter zum Einkaufsladen und dann unser Quartier in Grundström (2 km) beziehen.

It is only 2 km to our next overnight stay in Grundström after a short stop at the local shop.

35. Tag – Reine weiße Weite 25.3.2018

Wir starten schon um 7:45 Uhr aber da wir in der Nacht auf Sommerzeit umgestellt wurden ist es für uns 6:45. Es ist -10 Grad kalt und hat 15 cm Neuschnee gegeben aber wir haben Glück, denn es war schon ein Skooter unterwegs, der uns eine gute Spur gezogen hat. Nachdem wir für 8 km dem Vindelälven folgen geht es hoch ins Fjäll und mit den letzten Bäumen auf 700 m wird auch der Wind unangenehm.

Today we are starting at 7:45 am (summer time), at -10 degree and 15 cm of new, fresh snow. The first scooter was very early, so we have a nice trail, following for 8 km Vindelälven until we have to climb up the fjäll and at 700 m the last trees disappear and because of the wind and the temperature it is getting uncomfortable.

Etwa 11 km laufen wir über das Fjäll, bis an der Grenze zum Norrbotten – wie schon im letzten Jahr – der Himmel aufreißt, die Sonne rauskommt und der Wind einschläft.

For around 11 km we cross the fjäll until we reach the border to Norrbotten – and like last year – from there on the sun is breaking through the clouds and the wind is disappearing.

Die weiteren 30 km laufen wir durch eine magisch – majestätisch wirkende Landschaft – rein, weiß, weit – die uns in ihren Bann zieht.

The next 30 km the landscape is magic and breath-taking, pur, white, endless.

Als wir uns schon nahe am Ziel wähnten mussten wir noch einmal ein Kahlfjäll überqueren, das zweite an diesem Tag.

Nach insgesamt 48 km und fast 1000 Höhenmetern erreichen wir in Bäverholmen unser nächstes Quartier und genießen Waffeln mit Moltebeeren, bevor wir uns gemütlich in unserer Hütte einrichten.

Before we reached our goal today, we had to pass another Kahlfjäll, the second one today. After 48 km in total today and around 1000 m of climbing we reach Bäverholmen and enjoy 2 portion of waffles before we move into our hut.

Wir beschließen für morgen einen Ruhetag einzulegen, denn dies scheint ein schöner ruhiger Platz zu sein und die Skooterfahrer sind hier ausgesprochen freundlich und rücksichtsvoll. (Einer der Scooterfahrer hat uns sogar gefragt ob bei uns alles okay ist – hat uns wirklich gefreut).

Tomorrow we will rest here, this seems to be a perfect place for recovery, the scooter drivers are friendly and take care, they even ask if everything is ok or if we need some help.

Wir haben jetzt 933 km zurückgelegt und über 15000 Höhenmeter überwunden.

All in all we did 933 km and over 15000 m of high.

36. Tag – Ruhetag für Kimbears Long Distance Team

Nachdem wir in den letzten 6 Tagen im Schnitt fast 40 km/Tag zurückgelegt haben gönnen wir uns und unserem Team einen Ruhetag.

Hier eine kleine Vorstellung der einzelnen Teamplayer.

During the last 6 days we did 40 km per day and therefore we decided to make a day off today. We use the time to present our teamplayer.

Tokki 

Tokki ist unser Sensibelchen der sofort protestiert und laut kundgibt wenn etwas ungewöhnlich ist. Das kann schon mal ein kleiner Anstieg sein, den er so nicht erwartet hatte und der ein wenig mehr Zug erfordert. Er scheint das oft als Signal zum Halten zu verstehen und tut das dann auch. Ein kleiner Impuls lässt ihn dann aber weiterziehen und dass macht er sehr kraftvoll. Er läuft in dem Team von Klaus als Leithund zusammen mit Soyala.

Tokki is our most sensitive dog always protesting and making noises when something unusual is happening, e.g. when the hill is to steep. A small impuls helps to let him pull again. He is working in the team of Klaus together with Soyala in lead.

Soyala

Soyala als Mutter von Yoki und Akeela und Großmutter von Chico und Anyu scheint erst jetzt im Alter von 8 Jahren ihre Alaskan Malamute Natur entdeckt zu haben. Geschwindigkeit ist nicht so ihr Ding aber auf einer Tour wie dieser macht sie ihren Job ohne wenn und aber und zieht sehr gleichmäßig. Sie ruht vollkommen in sich und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und liebt Menschen über alles. Ihr Sohn Yoki ist der dritte im Team und läuft direkt vor dem Schlitten als Wheeler.

Soyala, mother of Yoki and Akeela and grandmother of Chico and Anyu seems to have learned what it means to be a working malamute in the age of 8 years. She does not like speed but on a tour like this she does a great job next to Tokki in lead. Yoki is the third member of Klaus team as wheel dog.

Yoki

Yoki ist der wohl ausgeglichenste Malamute, den wir kennen. Ihn bringt wirklich nichts aus der Ruhe. Er geht jedem Streit aus dem Weg und ist immer gut drauf. Jeden morgen beim Einspannen stimmt er zu einem kleinen Gesang an. Manchmal allerdings würde ich mir ein bißchen mehr Enthusiasmus wünschen, vor allem, wenn er das ganze Team stoppt aber nicht wieder in Gange bringt. Wenn er aber in Gange ist zieht er beharrlich und gleichmäßig und hat einen unglaublich schönen gleichmäßigen Gang.

Yoki is the most relaxed malamute we ever met. Every morning when we are getting ready he starts to sing. Sometimes a little more enthusiasm pulling would be helpful to increase the speed of the team. He has a perfect and harmonious movement.

Akeela

Akeela läuft mit ihren Kindern in dem Team von Doris als Wheeldog direkt vor dem Schlitten. Wie ihr Bruder Yoki ist auch sie immer gut drauf und dirigiert ihre Kinder von hinten. Sie zieht gleichmäßig aber verläßt sich auch gern mal auf die Kraft ihres Sohnes Chico und läßt ihn und Anyu ein bißchen mehr ziehen. Sie scheint aber viel Spaß zu haben und genießt es in den Pausen im Schnee zu wälzen.

Akeela is working in the team of Doris together with her kids as wheel dog. Like her brother she is always happy and controlling her kids from behind. During short stops she enjoys to roll in the snow.

Chico

Chico ist unser wohl stärkster Hund und zeigt seine Stärke eindrucksvoll vor dem Schlitten den er mit seiner Schwester Anyu als Leithund zieht als auch zu allen anderen Gelegenheiten. Er kann sehr fokussiert sein in der unendlichen Weite des Fjälls scheint sein Fokus allerdings auf Allem zu liegen, was anders als weiß ist. Er zieht den Schlitten selbst den steilsten Berg ohne zu murren hoch…. notfalls auch allein. Sein dicker Kopf ist manchmal nicht nur physisch.

Chico is our strongest dog, working in lead together with his sister. It is impressive how he pulls the pulka uphill. He is focused but sometimes as well on other things like spots or traces in the snow. His head is impressive sometimes not only physically.

Anyu

Anyu ist unsere kleine Springmaus. Wenn die Pulka steht und es weitergehen soll legt sie sich so ins Zeug, dass sie mit voller Kraft ins Geschirr springt und den Boden verläßt. Sie zieht kraftvoll läßt sich aber auch gern mal ablenken durch irgendwelche Spuren im Schnee.

Anyu is very active, when the pulka is stopping she is jumping with full power to get it running again, she is very happy and sometimes interested in everything else than working.

Diese unterschiedlichen Charaktere und Eigenschaften zum Vorankommen optimal zu bündeln und zu leiten ist die Aufgabe von uns – Doris und Klaus.

Doris and Klaus are then ones who have to coordinate and focus these different characters so that both teams manage to do the vitabandet and this long tour Lapland Quest.

Doris und Klaus

Einzige nicht reinrassige Teamplayer, was nicht heißen soll weder rein noch rassig zu sein.

37. Tag – Pieljekaise Nationalpark – klein aber oho

Bei – 15 Grad und bedeckem Himmel laufen wir um 8:00 Uhr von Bäverholmen über den See nach Adolfström und freuen uns über das schnelle Vorankommen.

We start at 8 am, at -15 degree and cloudy weather, and have a nice speed crossing the lake from Bäverholmen to Adolfström.

Auch die nächsten 7 km bis zum Beginn des Nationalparks Pieljekaise haben wir trotz Steigung schnell geschafft… ab Nationalparkgrenze gilt jedoch ein Skooter Fahrverbot. Wir haben uns daher gestern erkundigt ob es eine Skooterspur dort gibt und laut Auskunft des Rangers gäbe es eine…. zwar keine frische aber vielleicht würde er morgen eine machen. Mit dieser Hoffnung stehen wir an der Nationalparkgrenze und (ver)suchen unser Glück erst mal selbst, denn es gibt keine solche Spur bzw. nur eine sehr verwehte.

The next 7 km uphill to the nationalpark Pieljekaise are done easily, but from here on no scooters are allowed and therefore a trail is missing, although the ranger told us that there is an old one, but…. The dogs have to find their own trail which is not easy.

Die Hunde versacken teilweise bis zum Bauch im Schnee und haben dann große Mühe die Pulka zu ziehen….auch wenn diese nicht so sehr durch die Schneedecke sinkt. An einigen Stellen sind wir jedoch selbst im Schnee versunken und hatten Mühe uns herauszuwühlen. Einige Male hatte ich Bedenken, dass die Hunde diese Aufgabe meistern können. Aber vermutlich unterschätzen wir deren Kraft und Fähigkeiten gewaltig….zumal sie immer noch genug Reserven hatten um eventuelle Beute links und rechts des Weges nachzustellen.

The dogs sink deep into the snow and start to swim, which makes it almost impossible to pull the pulka. But they do, they are really strong, they even have enough power to hunt something next to the trail.

Und so kämpfen wir uns dann langsam durch einen Krüppelbirkenwald und erreichen 2.5 Stunden später das Kahlfjäll… auf dem dann auch endlich wieder eine Spur ist, der wir für die nächsten 8 km bis zu unserem Ziel Jäckvikk folgen. Hier ist unser 6. Depot.

This whole crossings takes 2,5 hours, passing a forest of small birches and then we reach the fjäll and here we find a scooter trail again which leads us to Jäckvikk over 8 km. Here we get to our 6 th depot.

Der Pieljekaise Nationalpark ist Schwedens kleinster Nationalpark und der einzige zusammenhängende Krüppelbirkenwald dieser Größe. Es gab eine Menge Spuren im Schnee von Elchen über Schneehühner bis weißnicht.

Pieljekaise national park is the smallest one in Sweden but special because of the birch trees in such an altitude. We saw a lot of traces from mousses and birds….

38. Tag – Bein heil, Ski kaputt

Ein wunderschöner windstiller sonniger Tag erwartet uns schon mit -14 Grad und eine leichten Fahrt über den See von Jäckvikk bis zum ersten Anstieg. Die Hunde sind etwas lustlos und nachdem wir etwa 2 km dieses leichten Anstiegs bewältigt haben, entdeckt Doris, daß ihr Ski kaputt geht.

Today we experience again a perfect sunny day without wind and temperatures of -14 degree in the morning and an easy trail in the beginning of the tour across the lake of Jäckvikk. Today the dogs are not really motivated. At the first part uphill Doris is recognizing, that one ski is broken.

Die Erstversorgung mit Gorillatape wird erstmal halten aber in Vuonatjviken reparieren wir den Ski mit Sekundenkleber und Gorillatape. Trotzdem ärgern wir uns darüber das bei einem Ski in dieser Preiskategorie so was passiert. Wir hatten gedacht, daß wir mit Åsnes die besten Ski für solch eine Tour gefunden hätten.

We can fix it on the trail using gorilla tape and in Vuonatjviken we will glue it. We are disappointed because we thought these are the best skis (Åsnes) and therefore we payed a lot.

Die Weiterfahrt über den weit abgelassenen See Riebnes ist einfach aber für die Hunde wenig motivierend…. bis wir uns inmitten eines Volksfestes zu sein wähnen. Etliche Skootetfahrer treffen sich hier zum Angeln. Es scheint als wenn hier ein Bassin mit dem begehrten Röding vermutet wird.

The next crossing of a lake is easy but the lake is extremely water regulated and even the many scooter people do not motivate our dogs. They are all gathering here because this lake is known to be famous for salmon (röding).

Nach 24 km erreichen wir in Vuonatjviken unser superschön gelegenes Quartier für die Nacht und genießen den Nachmittag in de Sonne auf unserer Terasse.

Today it was an easy tour, 24 km up to Vuonatjviken, were we have a very nice hut to stay and enjoy the sun during afternoon.

39. Tag – Grenzüberschreitungen – Polarkreis, 1000 km

Der erste Blick heute morgen galt dem reparierten Ski und ob die Verklebung unter der Schraubzwinge gut ist. Sie scheint sehr gut und so starten wir mit repariertem Ski um 8:30 Uhr bei -6 Grad und bedecktem Himmel Richtung Västerfjäll und erreichen nach 10 km den Polarkreis, den wir heute 3 mal überschreiten.

Gleichzeitig haben wir damit genau 1000 zurückgelegt und noch etwa 450 km vor uns. Die Trailmarkierung ist nach den ersten 5 km sehr schlecht und wir sind froh, dass wir die alten Spuren noch sehen können. Im weiteren Verlauf wird die Markierung so schlecht, das z.T. zwischen den einzelnen Markierungen 1,5 km liegen.

Und das nennt sich dann zu allem Überfluss Kungsleden. Muss man ein König sein um den Weg zu finden.

We checked the reparation of the ski and did some final fitting. We started 8:30 am at -6 degree and partly clouded weather. After 10 km we reached the Arctic circle, which we crossed three times during our day tour. The same time we managed 1000 km on our Lappland Quest, around further 450 km are in front of us. The marking of the trail is very bad today and we are happy that we can follow scooter traces. Sometimes there are 1,5 km between the red crosses.

Wir überqueren ein kleines Kahlfjäll und kommen über ausgefahrene und kurvenreiche tief verschneite Skooterpisten auf den Tjeggelvas und über gute Ruskmarkierung ab Seemitte nach Västerfjäll, wo wir im Schutz der Kapelle unser Zelt aufbauen und von einem Nachbarn 15 Liter Wasser bekommen.

We cross another Kahlfjäll and uphill the scooter trail gets very windy and sometimes the snow is very deep and loose. The last part crosses the lake Tjeggelvas and we follow the trail to Västerfjäll and put up our tent just at the entrance of the church. A neighbour is offering us 15 l of water which saves time melting snow.

40. Tag – der Skooteransturm bleibt aus

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht im Zelt stehen wir um 5:30 Uhr auf, füttern die Hunde, frühstücken und beginnen einzupacken, als der Vater des netten Nachbarn, der uns gestern das Wasser gebracht hatte, kommt um uns zu erklären, das es verboten ist hier zu zelten, da dies Privatgelände ist. Schlimm genug, das er selbst der Kirche nicht erlaubt Schutz zu bieten, er schließt sogar die Kirche ab, damit niemand in den Schutz der Kirche kommen kann. Dann wollte er uns sogar noch 5 Kronen abknöpfen um die Kirche von innen zu sehen. Ich habe ihm erklärt, das es keine Option ist Geld zu geben um Gotteshaus zu betreten.

Dann hatten wir ab 8 Uhr eine ruhige Fahrt bis Parka und von dort einen steilen Anstieg von 15% über 3 km.

The night in the tent was good but when we got up at 5:30 and got everythink ready to depart the father of the young guy who offert us water, came over and explained us that we were staying on a privat land and this is not allowed in Sweden. He even told us that the church is closed so that nobody who needs shelter can go in. He even wanted to have money to have a look insight.

Afterwards we started at 8 am and had a easy tour to Parka. From here we had to climb up a steep fjäll (15%) over 3 km.

Die Abfahrt nach Kvikkjokk war einfach und sehr gut gespurt und wir trafen nur 3 sehr freundliche Skooterfahrer.

Downhill to Kvikkjokk was easy, a very good trail and we meet only 3 nice scooter drivers.

In Kvikkjokk haben wir die selbe Hütte wie letztes Jahr bezogen. Das war auch schon die einzige gute Nachricht aus Kvikkjokk.

In Kvokkjokk we could rent the same hut than last year. But this is the only news that is nice.

Was uns entsetzt hat war die Tatsache, dass die Hunde nicht wie letztes Jahr vor der Hütte angebunden werden durften, da dort die Skooter parken. Wir mussten mit der Abfahrt drohen um eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Da sollen Skooter direkt vor dem Haus stehen aber Lebewesen sollen außerhalb des Geländes im Tal weggeparkt werden. Da hört der Spaß auf.

We could not believe that they wanted us to but the dogs on the stake out in the next valley, because the space next to our hut was reserved for scooter parking. We told them to leave and then they decided to make an exception!!!!!!

41. Tag – Zum ersten Mal ohne Jacke

Bei -10 Grad und Sonnenschein starten wir um 9:00 Uhr von Kvikkjokk nach Pårte. Es ist nur eine kurze Strecke von 17 km und auch nicht besonders steil aber nach den recht anspruchsvollen Etappen der letzten 2 Tage kommt uns das ganz gelegen. Es ist wie ein Ruhetag. Die nächste Hütte Aktse liegt weitere 24 km entfernt und das wäre uns zu lang gewesen und wir freuen uns auf den freien Nachmittag und die weitere Strecke.

In the morning we start at 9:00 am (-10 degree, sunshine) heading to Pårte from Kvikkjokk. It is only a short distance of 17 km and easy trail, it is almost a day off. We enjoy the afternoon in the sun.

Die Sonne hat schon so viel Kraft, daß wir nach der Hälfte des Weges unsere Jacken ausgezogen haben.

The sun is very intensive so that we take off our jackets, first time on the tour.

Wir erreichen unser Ziel schon um 12 Uhr und werden sehr freundlich mit warmen Saft vom Stugvard empfangen, legen die Hunde ans Stake out zwischen die Bäume und genießen die Nachmittagssonne. Wir sehen einige Hundegespanne vorbeiziehen.

We reach our overnight stay today already at 12 am and are nicely welcomed. We enjoy the day like a day off.

42. Tag – Rapadalen zeigt sich majestätisch schön

Wir starten früh bei – 20 Grad und schon nach 500 Metern treffen wir nach einer Kurve auf ein Lager mit 20 Hunden und Tipi. Daher also kam der Lärm, den wir am Morgen gehört haben. Wir laufen weitere 14 km bis es über einen See geht, der 30 Meter abgelassen wurde und wir quasi auf dem Seegrund laufen. Das sieht aus wie eine Mondlandschaft.

We start early at -20 degree and after the first corner we meet a group of peolpe tenting in a tippi next to their dogs and sleds. This was the reason where the strange noise was coming from. After 14 km we come to a lake where the sea level had been dropped for 30 m and we follow the trail almost on the ground of the lake, it looks like moon scape environment.

Nach einer kleinen Landbrücke von 5 km kommen wir auf den See, der uns den majestätischen Blick ins Rapadalen, Sarek Nationalpark öffnet. Wir sind überwältigt und berührt.

After a short land bridge we follow the trail passing another lake. Here the view opens into the valley of Rapadalen, Sarek national park, it is magic.

Noch weitere 4 km und wir kommen nach 24 einfachen Kilometern nach Aktse und werden freundlich vom Stugwart begrüßt.

Another 4 km and we reach Aktse and are welcomed by the host.

Nach einem kurzen Gespräch überreicht er mir einen Brief von Menno Huber, der das vita bandet im letzten Jahr miteinem Hundegespann gelaufen ist. Schade – Menno – das wir uns verpasst haben. Jetzt wird mir klar, daß du es warst, den wir von Pårte aus haben vorbeilaufen sehen.

After a short talk the host is delivering us a letter from Menno, who has done vitabandet last year. We missed him in Pårte and Aktse. Too bad.

43. Tag – Eagle Summit des Lapplandquest

Wir haben heute einige Schwierigkeiten zu starten, denn die Hundegespanne, die die letzten Tage hier am Stake out lagen haben einiges an Essbarem zurück gelassen. Das interessiert die Hunde mehr als unser Weiterkommen.

The start this morning is a little bit complicated as the dogs a more interested in the dog food which is left over from the other dog teams from the last days.

Bei wunderbarem Wetter müssen wir gleich zu Anfang für 2 km eine 20% ige Steigung überwinden, die sich dazu noch eng durch den Wald zwängt.

Oben angekommen werden wir wieder von einer majestätischen Aussicht belohnt und jeder weitere Kilometer ist ein Blick und ein Foto wert.

The first part of our trail today is very steep (20%), narrow and windy in the forest. But after we have reached the top we have again a fantastic view.

Wir erreichen unser Ziel Saltoluokta leicht und schnell. Hier haben wir ein weiteres Depot aber zu unserem Entsetzen haben sie unsere Essenskisten an die Heizung gestellt mit dem Resultat, dass das Kokosöl ausgelaufen, das Trockenobst gegart, die Schokolade geschmolzen ist und selbst die Nudeln sich verfärbt haben. Aber das Personal hilft uns über die Runden mit Essen aus ihrer Küche.

We reach Saltoluokta our next depot fast and without any complication. But all the food in the boxes are cooked because they were packed next to the heater, the cocconut oil has been rinsed through everything, we are shocked. The people from Saltoluokta try to help us with some food from their shop.

44. Tag Sonne und Wind in erhabener Schönheit

Es ist mit – 20 Grad kalt aber wunderschön und sonnig. Wir starten früh um 8 Uhr weil wir heute bis nach Teusajaure wollen und dahin sind es 48 km.

It is -20 degree cold but very sunny and beautiful. As we want to manage 48 km today up to Teusajaure we start at 8 am.

Wir sehen von Salto das in diesem Jahr eine Skooterspur über den See bis nach (wie wir erfahren haben) Vietas führt und freuen uns dieser folgen zu können und nicht auf oder neben der Straße laufen zu müssen. Allerdings ist es auf dem See durch einen leichten Gegenwind sehr kalt, so kalt das selbst Klaus seine Balaclava anzieht und seine Hände in allen möglichen Positionen bewegt um sie zu wärmen.

From the station of Saltoluokta we can see that a scooter trail is heading NW on the lake to Vietas so we do not have to take the road. But we experience a very cold wind blowing just into our face and even Klaus is using his balaclava and tries to keep his hands warm.

Erst als wir in Vietas den See verlassen wird es warm und wir laufen für etwa 10 km über Land zum nächsten See, auf dem wir wieder gegen leichten Wind müssen. Der See läuft durch ein tief eingeschnittenes Tal von erhabener Schönheit für weitere 10 km.

Passing Vietas it is getting warmer and we pass around 10 km on land to reach the next lake and again we have wind blowing just into our face. It is a perfectly U-shaped valley, just beautiful scenery for the next 10 km.

Dann geht es noch einmal über eine 6 km lange Landbrücke an deren Ende der Teusajauresee liegt. Als dieser hinter dem Bergrücken in Sichtweite gerät liegt er im Schatten und es scheint für einen etschreckend langen Augenblick, daß er offen ist.

Another land bridge of 6 km to pass and we reach the lake of Teusajaure but we are surprised that the lake is already in the shadow of a big mountain, it looks like open water for a second.

Es ist nur ein Schattenspiel und wir erreichen nach weiteren 10 km unser Ziel und beschließen am Abend morgen hier einen Ruhetag einzulegen, denn für morgen ist Schneefall und Wind vorhergesagt – auch wenn es danach überhaupt nicht aussieht.

After 10 km we reach the hut for our overnight stay and we decide to take the next day off as snow and wind is anounced.

45. Tag – Ruhetag vor dem Sturm

Heute morgen ist es noch schön und wir wachen bei -27 Grad auf. Aber die Wetterprognose verspricht uns harten Wind und Schnee. Das passt uns gut, denn wir wollen einen Ruhetag einlegen.

In the morning it was still nice but cold (-27 degree), but the weather forecast anounced strong winds and snowfall and therefore we enjoy a day off and relax.

Wir hacken Holz, holen Wasser um alle Depots (Stuga, Sauna) aufzufüllen, gehen in die Sauna und essen….schafen. Nachmiitags begrüßen wir neue Gäste und am abend gegen 18:30 Uhr kommt Matti Holmgren mit 5 Hundegespannen total erschöpft in Teusajaure an.

This means we cut firewood, get fresh water, enjoy the sauna, eat and sleep. Late in the afternoon (6:30 pm) Matti Holmgren is comming with 4 guests on dog sleds, they are all very exhausted.

46. Tag – unerwartet schwere Etappe

Donnerstag 5.4.2018. Bei 10 Grad minus starten wir um 8:00 Uhr bevor die Sonne es schafft sich über den Bergen zu zeigen.

We start early in the morning before the sun has managed to look over the mountain.

Die ersten 3 km gehen über den See aber dann geht es mit 20% Steigung ab ins Hochfjäll und wir schnallen unsere Ski ab, weil es zudem noch sehr eng wird. Mühsam quälen wir uns den Berg hoch bis die Hunde plötzlich Witterung von Rentieren aufnehmen und wir den Berg hochjagen müssen.

The first 3 km follow the lake but than we have to climb the mountain. As it is very steep (20%) we decide to take of the skis and help the dogs. Suddenly the dogs smell something -rendeers- and we have to run behind the dogs uphill.

Völlig erschöpft vor Lachen und Anstrengung geht es dann für 9 km bis Kaitumjaure aber etwa 5 km vor und nach Kaitumjaure ist sehr viel Schnee gefallen und verweht. Bis Kaitumjaure kommen wir noch ganz gut voran aber nach einer kleinen Pause dort wird es wirklich anstrengend, denn die Spur ist verweht.

Totally exhausted because of running and laughing we continue for 9 km to Kaitumjaure and we had to figure put that around 5 km before and after passing the hut, there was lots of deep snow and no trail anymore. At Kaitumjaure we have a short resting and afterwards it is again almost impossible to continue because of the snow conditions.

Wir finden eine Elchspur, der wir gut folgen können und kommen nach 5 km in ein Gebiet mit sehr festem und harten Schnee, auf dem wir flott zu den Singistugorna kommen und beschließen, dort zu bleiben.

We follow the trace of a mousse and after passing the valley the conditions are getting better and we reach Singistugorna in the early afternoon and we decide to stay.

47. Tag – den höchsten Punkt unserer Tour geschafft

Freitag, 6.4.2018 Mühsam kommen wir von Singi weg, denn wieder einmal haben Hundegespanne am Stake out einige Leftovers für uns zurückgelassen und es scheint wider die Natur für einen Malamute so etwas zurück zulassen. Nach einigen Kilometern allerdings geht ein Ruck durch beide Teams und wir sausen mit 25 km/h durchs Fjäll und erreichen schnell Sälka, genießen eine kleine Pause in der Stuga des Hüttenwartes und machen uns auf zum Tjäktapass, der mit 1150 Metern der höchste Punkt unsere Tour ist und kurz vor dem Pass nochmal mit einer kräftigen Steigung überrascht.

It is difficult to leave Singi as there is a lot of dog food left over from other groups and our malamutes cannot leave it behind. Half way to the hut Sälka the dogs start to speed up and for several kilometers we have a speed of almost 25 km/h. At Sälka we have a nice rest to gain energy for the next climbing up to the highest pass of the Kungsleden and of our tour (Tjäktapass – 1150 m). The last 200m are again very steep.

Hinter dem Pass geht es erst noch ähnlich verschneit weiter aber hinter der Tjäktahütte ist sehr wenig Schnee und wir fahren zum Teil auf der Grasnarbe.

After we managed the pass it is going downhill but the snow is getting less and less and sometimes we drive over grass and stones.

Trotzdem erreichen wir sehr schnell Alesjaure und finden auch für die Hunde ein geschütztes Plätzchen, denn es soll in der Nacht windig werden.

We have a fast tour down to Alesjaure and there we find a nice shelter for the dogs to stay as a lot of wind is anounced for the night.

48. Tag – magisches Licht…still…tief…

Wir sind wohl die Einzigen heute, die sich auf den Weg nach Norden machen aber wir haben zum ersten Mal Rückenwind und das ist bei – 10 Grad sehr angenehm. Zudem geht es für die etsten 10 km über den See und dann – von einigen kleinen Steigungen abgesehen – langsam bergab nach Abisko. Wir treffen Kittski-Läufer und Fatbikefahrer aber bestimmt wird der Tag durch die unglaublich Ansicht der Berge in wahrhaft magischem Licht. Wir sind tief berührt.

We are the only guest heading to the north and it is first time that the wind is coming from the back and with -10 degrees it is comfortable. First we follow a lake over 10 km and then it is going downhill and we pass further lakes to Abisko. We meet kite surfing people and one guy on a fat bike and we enjoy the scenery fully due to the magical light during the day.

Schon 6 km vor Abisko zeigt sich der Torneträsk zum ersten Mal….er wird uns übermorgen wohl den ganzen Tag beschäftigen…. 50 km entlang mit (hoffentlich) Rückenwind.

6 km before Abisko we have a nice view on the Torneträsk. On the next leg we have to follow the lake over 50 km.

Wir nehmen die Skistrecke zur Abisko Touriststation, die zwar wunderschön ist aber schwierig zu fahren mit der Pulka, denn es ist schmal, schief am Hang und direkt am Fluss entlang, in den wir nicht gern unsere Pulka fallen sehen wollen.

For the last 8 km we decide to take the narrow trail usually used for cross country skiing, it is a scenery trail, but a very narrow, windy and slippery trail along the river/canon and we are happy that the pulka stays on the trail.

49. Tag – Einstimmen auf den Torneträsk

Sonntag 8. April in Abisko. Wir machen trotz des guten Wetters einen Ruhetag um uns auf den letzten Abschnittt unserer Tour einzustimmen. Irgendwie kommen wir nicht von unserem Rhytmus los und sind um 6 Uhr auf den Beinen, frühstücken (nach den Hunden) und gehen runter zum See (Torneträsk), um den Zugang für morgen schon mal zu erkunden und um Bilder von dieser fantastischen, eindrucksvollen Landschaft zu machen.

Although the weather is nice we rest today and prepare everything for our last part of our Lappland Quest. We try to figure out what is the best trail to the lake for tomorrow and enjoy the scenery.

Auf dem See können wir dann auch endlich unsere Position mit dem Spotsender aktualisieren…alle Versuche gestern waren erfolglos.

Staying on the lake we can use the spot and it is working now, next to the station it was not functioning.

Wir treffen einen Trupp Skiläufer mit schweren Pulken, die sich heute auf den Weg machen, den wir morgen nehmen. Da sie mit 25 km Tagesetappen rechnen werden wir sie wohl Morgen oder Übermorgen treffen.

We meet a group of people on skies who are starting their way passing Torneträsk, we will follow tomorrow and probably will meet them again, as they only manage 25 km per day. We prepare a package filled with equipment which we do not need anymore.

Wir erfahren, daß wir hier mit Bussgods ein Paket wegschicken können und packen eine Kisten mit Sachen, die wir nicht mehr gebrauchen oder zuviel/zu oft vorhanden sind.

50. Tag – die vielen Gesichter vom Torneträsk

Bei wunderschönen Sonnenschein und 10 Grad minus machen wir uns heute schon um 7:30 Uhr auf den Weg, weil wir den Torneträsk gern an einem Tag passieren wollen. Es ist windstill für die ersten 2 Stunden mit herrlicher Fernsicht auf die unfassbare Weite des Torneträsk.

The sun is shining and we start our tour today at 7:30 am (-10 degree) as we intend to pass Torneträsk in one day. During the first two hours it is calm and we experience the scenery and beauty.

Nach 16 km frischt der Wind auf, der Himmel zieht zu und wir sehen plötzlich nicht mehr viel. Wir haben zum ersten Mal den Kompass in Aktion und noch eine Peilung zu der Huk genommen auf die wir zuhalten.

After 16 km the wind starts, the sky became cloudy from the west and after some minutes we have almost no view. We need first time the compass so that we can head for the next landmark.

Nach weiteren 16 km können wir hinter der Huk ein wenig im Windschatten snacken um dann weitere 13 km im Blindflug den Füssen vertrauend bis zu der Markierung von der Siedlung Torneträsk weiter über den See den Umweg nach Kattuvuoma weiter zu laufen.

After another 16 km we find a little bit of wind shadow for a short break and snak. Than we trust our feet the wind from the back without any view till we find the scooter trail marked from the village of Torneträsk along the lake and up to Kattuvuoma.

Es liegen 10 – 15 cm Schee auf dem Eis der teilweise vom Wind verpresst ist oder das blanke Eis zum Vorschein kommt. Das ist geschätzt 1 Meter dick.

The lake was covered by only 10-15 cm snow partly drifted and press. Sometimes we can see the black ice, probably 1 m thick.

Um 18 Uhr kommen wir nach 61 km dort an und bauen unser Zelt auf. Der Wind ist deutlich eingeschlafen und die Sonne kommt sogar noch heraus als wir essen und Schnee schmelzen.

At 6 pm we stop after 61 km and prepare the tent and our meal. The wind died out only little brise left and the sun is shining while we are eating. We get some water for the dogs, we do not have to melt snow.

51. Tag – im Sandåslandet – willkommen in der Tundra

Da wir gestern noch in Kattovuoma einen Kanister mit Wasser bekommen haben, brauchten wir heute morgen keinen Schnee zu schmelzen sondern lediglich das Wasser zu kochen.

In the morning we do not have to melt snow as we still have water from yesterday which we can boil and use. This is much faster and therefore we are on the trail before 8 am. After 3 km we see traces from a group of people on skies with heavy pulkas which left Abisko one day before us, after 5 km we meet them in their overnight camp and they cuddle the dogs and we talk to them.

Das geht sehr viel schneller und einfacher und so sind wir schon um 8:00 Uhr auf dem Trail. Nach etwa 3 km sehen wir zum ersten mal Spuren von dem Trupp Skiläufern, die einen Tag vor uns in Abisko gestartet sind. Nach 5 km treffen wir dann auf ihr Lager und halten einen kurzen Klönschnack.

Nach weitern 5 km kommen wir nach Vuoskojärvi und ab dann beginnt die Tundra. Ab 650 Höhenmeter wächst kein Baum mehr…. unendliche Weite…weiß.

5 km on the trail we pass Vuoskojärvi, from here on we are experiencing Tundra environment, no trees at the height of 650 m, snow and white landscape everywhere.

Nach 28 km kommen wir an die Rasthütte Kamasjaure und da es windig wird und zu schneien beginnt machen wir hier erst mal Pause…

After 28 km we reach Kamasjaure and the safety hut and as it starts to blow and snow we decide to make a longer break.

52. Tag – unendliche Weite…und ein Wolf

11. April im Sandåslandet. Weil es heute mittag warm und windig werden soll wollen wir heute früh starten. Um 4 Uhr füttern wir (Doris) die Hunde und starten schon um 6:20 Uhr. Wir kommen gut voran und nach 8,5 km treffen wir wieder auf das Lager mit den Skiläufern, die gestern abend um 5 Uhr an der Schutzhütte vorbeikamen.

The weather forecast is announcing  warm temperature and windy conditions therefore our start is very early (6:20 am) after feeding the dogs at 4 am. The dogs are doing fine and after 8.5 km we meet the camp of the norwegian people having passed our tiny hut yesterday at 5 pm on skies.

In schneller Fahrt geht es weiter und als wir nach 25 km eine zweite Snackpause einlegen sehen wir in etwa 200 Meter Entfernung einen Wolf durch das Fjäll jagen.

Our journey today is fast passing the camp of the norwegian skiing people and we continue till we have done 25 km and we stopp for a snack. During this resting time we observe a wolf around 200m away walking through the mountains.

Das Fiskecamp Råstajaure ist schon aus etwa 9 km Entfernung zu sehen und wir erreichen dies nach 35 km um 12 Uhr und bekommen eine kleine Hütte.

Our next overnight stay at the fishercamp Råstajaure can we see already 9 km in advance and we reach the camp after 35 km at noon.

Wir haben damit gerechnet in ein einsames Camp zu kommen aber es sind schon 15 Hundegespanne angekommen mit je 6 Hunden…..eine Gruppe aus England. Weitere Gespanne sind angekündigt und wir sehen, wie unter dem Event Fjällräven Polar noch 15 weitere Gespanne ankommen, so daß hier mitten in der Einsamkeit 200 Schlittenhunde plus unseren 6 lagern…. Wow!

In the beginning it is quite and lonely but the host is very excited and after a while we find out today there is a big event happening. 15 dog sleds with each 6 huskies arrived already from Norway with english people and in the afternoon all participants from Fjällräven Polar are arriving. During this night up to 200 dogs are staying plus our 6 Alaskan Malamutes.

53. Tag – Härtetest mit Wind

In der Nacht war der stürmische Wind vom abend ganz eingeschlafen aber als wir am morgen um 6:45 starten ist es wieder sehr stürmisch, so daß uns leichte Zweifel kamen ob es so schlau ist zu starten.

During night the stormy wind died but at 6:45am while we are starting the wind is coming back and even stronger and from the front. We are doubting a little bit if we should start but…..

Aber der Wind kommt von der Seite und soll weniger werden. Nach 14 km aber biegen wir im rechten Winkel ab….direkt in Windrichtung und es wird ungemütlich.

We knew that the wind direction and intensity will change and therefore we go on. After 14 km we have to change the trail and now the wind is just blowing into our face.

Nach anstrengenden 5 km wird es aber deutlich ruhiger und wir sehen zum ersten mal Pältsa… den Berg hinter der gleichnamigen Hütte in 25 km Entfernung. Die nächsten 15 km werden wieder anstengender, weil der Schnee sulzig wird aber dann bekommen wir nach einer Kurve die überwältigende Sicht auf die Bergwelt und fahren wie im Rausch zur Pältsastuga, die wir nach 45 km zur Mittagszeit glücklich erreichen.

The next 5 km are very uncomfortable but then the wind speed is declining, the visibility is getting better and first time, we can see the mountain Pältsa at a distance of 25 km and we know next to it the hut Pältsa is situated our next overnight stay. But the trail and the snow are getting stiky, lots of work to do for the dogs and us, but during lunch time, after 45 km we reach the hut and enjoy the afternoon in the warm sun.

54. Tag Treriksröset….hurra….hurra….hurra

Die Nacht war klar und so war es mit 10 Grad minus angenehm kalt zum Start um 7:30 Uhr für die letzte kurze Etappe nach Treriksröset und dann in die Zivilisation nach Kilpisjärvi.

As the sky during night was clear everything is frozen again (-10 degree) and we use again the early hours to continue our tour, the last part to Treriksröset and then back to civilisation to Kilpisjärvi.

Aber die Etappe hat es in sich mit starken Steigungen und steilen Abfahrten, steinigen Passagen und einer grossen Rentierherde…. Und das alles in unglaublich schönem Panorama, daß wir in dieser Pracht so nicht erwartet haben.

But this part is not easy at all, very steep uphill and downhill sections, rocks to pass and chasing rendeers but with a fantastic scenery which we did not expect

Wir erreichen bei Sonnenschein und Windstille um 10 Uhr nach 53 Tagen und 20 Stunden und 1475 km den Betonklotz und machen eine Pause….die Hunde in Schweden, Doris in Finnland und ich in Norwegen.

We reach Treriksröset at a very sunny, warm day without wind after 53 days and 20 hours and 1475 km, presented by a round concrete block. We have a half hour break, the dogs are staying in Sweden, Doris in Finnland and Klaus in Norway.

Nach weiteren 10 km kommen wir nach einer Fahrt über perfekt gespurten Trail nach Kilpisjärvi und treffen zu unserer großen Überraschung Sisco im Hikingcenter, der vor 2 Tagen hier angekommen ist und machen eine Kaffepause mit Erfahrungsaustausch.

10 km more and we reach Kilpisjärvi. At the hiking center we meet Sisco, who has finished Vitabandet two days before. We have time to exchange some experiences before he has to leave to start his travel back to Germany.

55. Tag – die Tour geht zu Ende

Noch einmal müssen wir heute die Hunde für 6 km einspannen um von Norra Kilpisjärvi nach Södra Kilpisjärvi zu kommen, denn im Hikingcenter haben sie nur Platz für eine Nacht für uns gehabt. Und so machen wir uns um 8 Uhr schwedischer Zeit (Finnland ist eine Stunde weiter) auf den Weg und erreichen nach etwas über einer Stunde das Arctic Polar Center, wo wir ein superschönes Quartier finden.

Last time that we are starting in the morning only for 6 km to reach the Arctic Polar Center in the southern part of Kilpisjärvi as the Hiking center in the north is fully booked out for the next 3 days.

Der Weg dorthin führt über den gespurten See und die Straße verläuft direkt am Seeufer, so daß wir seit Wochen zum ersten Mal wieder Autolärm hören. Aber wir kommen auch an superschönen Badelöchern von Saunen vorbei, an denen wir sehen können, wie dick das Eis ist.

We are following the trail over the lake, nicely prepared for skiing. First time we are hearing the noise of cars driving along the lakeside and we are passing small pools prepared for people enjoying sauna and the bath afterwards.

Angekommen machen wir „Klarschiff“ und genießen die Sonne.

Arrived at the hut we clean everything and get ready for the travel home.

Unsere Tour geht hier zu Ende. Sie hat uns vom 19. Februar bis zum 14. April 1503 km durch die gesamte schwedische Bergwelt geführt. Wir haben in den 55 Tagen 23476 Höhenmeter überwunden und uns 9 Ruhetage gegönnt. Wir fühlen uns großartig und könnten noch lānger so weitermachen….aber das Wetter soll sich ändern und für die nächste Woche sind Tauwetter und größere Regenmengen angekündigt. Der Winter geht auch hier bald zu Ende…so wie unsere Tour.

Our tour Lapland Quest is ending lasting from the 19th of february to the 14th of April over 1503 km through the swedish mountains range, including 23476 m of uphill climbing within 55 days including 9 days of resting. We all feel great and could continue but the weather will change soon – even here the spring is starting in 2 days with warm temperture and rain. We are happy that we had these good conditions.

Wir freuen uns daher über die Bedingungen, die wir vorgefunden haben.

All unsere Reparaturen waren von Erfolg gekrönt. Doris Ski hat bis zum Ende durchgehalten, Klaus Packsackreparatur hat mit Sekundenkleber bestens funktioniert und die durchgebrochene Strebe am Pulkaboden war mit einem alten Skistock und Gorillatape dauerhaft belastbar.

All our fixing – skies, pulka bag and one wooden part of the pulka – lasted till the end.

Die Hunde haben ihre Sache sehr gut gemacht und auch kaum Gewicht verloren…wie uns scheint. Wir dafür schon aber wir wissen im Moment nicht wieviel (ungefähr 6 kg).

The dogs did a great job and did not loose to much body weight, we probably lost 6kg.

Eine tolle Tour geht zu Ende und wir sind dankbar für alles, was wir erlebt haben, die Unterstützung , die wir erfahren haben und die Anteilnahme so vieler lieber Menschen.

A great tour is ending and we are thankful for all the experiences and the support on the way and from all people following us virtually.

Die schwedischen Fjälls haben uns wieder einmal überrascht, überwältigt und zutiefst berührt…sie haben es uns angetan und wir kommen wieder. Selbst kaputte Füße, verfrorene Zehen und Frostschäden im Gesicht halten uns nicht davon ab….das heilt alles wieder.

We are amazed by the swedish fjälls and landscape and totally touched – we definitely have to came back again. All frozen parts of the body will heal again, they will not remain in our memories but the overwhelming experiences.

Ganz herzlichen Dank – thank you all so much

Doris und Klaus

 

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén